Golden Cube 2010

Der Fachschriften-Verlag in Fellbach hat ihn verliehen: den Golden Cube - Großer Deutscher Fertighauspreis 2010. Es ist die renommierteste Auszeichnung des deutschen Holzfertigbaus, die von einer unabhängigen Fachjury vergeben wird.
Der Golden Cube geht in diesem Jahr an die Firma Fischer-Haus, Bodenwöhr. Eine unabhängige Jury aus Forschung, Lehre und Wirtschaft im Bereich Architektur und Bauen würdigte das Einfamilienhaus im Passivhaus-Standard als "zukunftsweisend in Architektur und Haustechnik". Es handelt sich um die renommierteste Auszeichnung des deutschen Holzfertigbaus.

"Dieser Preis ist kein zusätzlicher Architektur-Design-Preis", betont der Initiator des Wettbewerbs, Paul Daleiden vom Fachschriftenverlag Fellbach. Mit dem Wettbewerb "Golden Cube" wolle das Medienhaus als Marktführer im Bereich Endverbraucher-Bauzeitschriften ganz bewusst "architektonisch anspruchsvolle und gleichzeitig normale, zukunftsfähige Häuser mit hohem Wohnnutzwert" auszeichnen.



Energieminimalist mit Kühlzisternen
Die Wahl der Jury begründet der Stuttgarter Architekturprofessor Georg Sahner mit der "markanten urbanen Architektur und dem interessanten Innenleben" des Gebäudes. Zwei klar hintereinander addierte Kuben im Bauhausstil vermittelten den Eindruck eines modernen und eleganten Einfamilienhauses. Im Haus würden spannende Raumsequenzen erzeugt. Das Passivhaus weist dank maximaler Dämmung einen minimalen Heizwärmebedarf auf, der durch Wärmerückgewinnung aus der Lüftungsanlage gedeckt wird. Sommers sorgen so genannte Kühlzisternen für angenehme Temperaturen.

Weitere Photos des Gewinner-Hauses



Creativ-Preis
Der diesjährige Creativ-Preis des Deutschen Fertigbaus 2010 ging an die Kellerbaufirma Otto Knecht GmbH & Co. KG. Das Unternehmen entwickelte eine Betonfertigteilwand, die bereits bei der Vorfertigung im Werk mit einer Außenwärmedämmung versehen wird.

Der Fachschriften-Verlag zeichnet mit diesem Preis Firmen, Techniker oder Tüftler aus, die durch neue Ideen im Fertigbau herausragen.

 

 

Strebel-Preis
Franz-Dieter Gussek von der Firma Gussek Haus erhielt den Strebel-Preis in Würdigung seiner Verdienste für den Fertigbau.


 

 

 

Weitere Auszeichnungen

Bodenseehaus

Bodenseehaus wurde prämiert für ein Doppelhaus abseits üblicher Klischees: Zwei Einfamilienhäuser ineinandergesteckt, ohne dass die architektonische Plastik zerfällt. Der Entwurf mit urbanem Flair überzeugt durch die Position des Gebäudes auf dem Grundstück und die Orientierung der Freiräume zueinander.

Stueber Haus

Mit einem Objekt im Bauhaus-Stil landete Stüber Haus unter den Prämierten. Der Architektenentwurf ist schmal und tief und bringt es auf 150 qm Wohnfläche auf zwei Ebenen. Erreicht wird KfW-Effizienzhaus-70-Standard.

Steyer Aktiv Holzbau

Schmal und kompakt präsentiert sich dieses Passivhaus von Steyer aktiv Holzbau, das dank seiner Zweigeschossigkeit 160 qm Wohnfläche auf zwei Ebenen aufweist. Kaum wahrnehmbar ist das sehr flache Satteldach.

Sonnleitner

Bei diesem Entwurf von Sonnleitner werden tradierte Elemente alpenländischer Baukultur neu interpretiert. Architektur in Holz und reinrassige Konstruktion in Holz. Die Merkmale: flaches Satteldach, deutliche Bezüge zur Regional-Architektur, 145 qm Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen und ein puristisches Design.