Wohnen auf dem Präsentierteller?
Große Fensterflächen statt Wintergarten
Dennoch hat die neue Architektur mit ihrem hohen Glasanteil auch in deutschen Baugebieten ihren Platz gefunden. Das fing an mit dem viel gewünschten Wintergarten. Heute gibt es eher großflächig verglaste Wohnbereiche mit Schiebetüren zu Garten und Terrasse. Außerdem die sogenannte Atelierverglasung, also Fenster, die bis unter den First reichen und fürs Dachgeschoss mehr Licht und Sonne bringen.
Sich vor Blicken schützen
Das transparente, offene und helle Wohnambiente hat aber nicht nur Sonnenseiten. Wer sich vor neugierigen Blicken schützen will, wird sein Grundstück mit hohen Hecken umgeben oder eben die üblichen halbtransparenten Stores aufhängen. Damit verlieren die Wohnräume jedoch ihre gewünschte Offenheit.
Sonnenschutz ist Pflicht
Wie Ihre Entscheidung auch ausfallen mag, bei der Glasarchitektur dürfen Sie die Beschattung nicht aus den Augen verlieren. Beim Wintergarten und großen Glasdachflächen kommt eine ausreichende Belüftung noch dazu.
Außenliegende Rollos oder Jalousien haben die beste Wirkung gegen den bekannten Wintergarteneffekt: Sonneneinstrahlung gelangt schon gar nicht durch die Fensterscheiben und kann damit den Raum nicht unnötig aufheizen. Bei einer innenliegenden Beschattung staut sich zwischen Scheibe und Jalousie die Hitze, die irgendwo abgeführt werden muss.
Da außenliegende Jalousien und Rollos empfindlich gegen Regen und Sturm sind, sollte hier je nach Lage und Größe der Einrichtung eine witterungsgeführte automatische Steuerung eingebaut werden.
Dachüberstände reichen nicht aus
Große Dachüberstände können zwar zumindest im Sommer für eine ausreichende Beschattung sorgen. Doch in den frühen Morgen- und Abendstunden wird auch hier die Sonne in die Räume scheinen - im Winter sogar ganztägig. Das bringt dann zwar den gewünschten Wärmegewinn, die tiefstehende Sonne kann die Bewohner aber blenden.
Glasarchitektur oder großflächig verglaste Häuser erfordern erhöhten Planungsaufwand und mehr Kosten. Lohnen sich die Mühe und das Geld?
Pro:
Contra:


