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In der Dämmerung strahlt das Haus dank großer Glasflächen von Innen.
Trotz klassischer Kubatur mit Satteldach fällt der Entwurf mit heller Holzfassade, verglaster Mittelachse und rundem Fenster ins Auge.
Hauptgebäude, Wintergarten und Carport fügen sich optisch wie aus einem Guss zusammen.
Ferien-Feeling vermittelt die Terrasse am Gartenteich.
Praktisch: Der Eingangsbereich ist durch den Carport überdacht.
Ein Fensterband verbindet die Diele optisch mit der Küche.
In der Küche kontrastieren die Holzwände mit den weißen Möbelfronten.
Die verglaste Mittelachse und die offene Galerie über dem Essplatz lassen viel Tageslicht bis tief ins Haus fallen.
Die sichtbare Tragkonstruktion prägt den Raumeindruck im ganzen Haus.
Das Einbauregal fügt sich optisch perfekt in die Wintergarten-Konstruktion ein.
Oberlichter zur Galerie belichten die Räme im Obergeschoss zusätzlich.
Urige Gemütlichkeit im Schlafzimmer.

Blockhaus mit Lichtblicken

Gesund bauen liegt im Trend – und beginnt bereits bei der Planung. Dazu gehören neben der Verwendung schadstoffgeprüfter Baustoffe auch eine optimale Tageslichtversorgung und ein Grundriss, der alle Bewohner zur Ruhe kommen lässt. Dieses Blockhaus vereint all diese Aspekte.

 

Dass ein Blockhaus eher schummrige Gemütlichkeit ausstrahlt, widerlegt dieses helle Haus eindrucksvoll. Viel Tageslicht ist ein ebenso natürliches und gesundheitsförderndes „Baumaterial“ wie Massivholz, beides kommt hier in ausgewogener Mischung zum Einsatz.
Zwar handelt es sich nicht um eine klassische Blockkonstruktion, doch dank des mehrschaligen Wandaufbaus mit tragenden Holzständern ist eine freiere architektonische Gestaltung möglich, bei besserem Wärme- und Schallschutz. Überdurchschnittlich viel massives Holz ist trotzdem noch verbaut, die innen und außen  liegenden, 50 mm starken Blockbohlen schaffen das für ein Massivholzhaus typische gute Klima, denn Holz reguliert die Raumluftfeuchte und sorgt für warme Oberflächen.

Musterhaus stand Pate

Der Entwurf orientiert sich stark am Musterhaus „Traubeneiche“, das in der Fertigahuswelt Köln zu besichtigen ist. Wie sein  Vorbild in der Ausstellung lebt das Haus von den markanten Details wie einer verglasten Mittelachse mit dahinter liegender, offener Galerie, auffälligen Fensterformaten und einem Wintergarten. Während der Grundriss im Erdgeschoss mit zusätzlichem Gästezimmer und großem Hauswirtschaftsraum fast 1:1 übernommen wurde, ist das Obergeschoss den Wünschen der Baufamilie angepasst und beherbergt neben dem Elternbereich einen separaten Wohnbereich mit Ankleide und Bad für die erwachsene Tochter.
Auch die Außengestaltung mit Holzterrasse und Schwimmteich wurde in die Planung einbezogen, sodass die Gestaltung harmonisch und wie aus einem Guss wirkt. 

Innovatives Technikkonzept mit Eisheizung

Für Heizung und Kühlung des Hauses kommt eine sogenannte Eisheizung, bestehend aus einem Solarkollektor auf dem Dach, einem Wasser-/Eisspeicher im Garten sowie einer Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher im Haus. Das System nutzt die Kristallisationswärme, die beim Gefrieren von Wasser entsteht, die Wärmepumpe kann so laut Hersteller wesentlich energieeffizienter arbeiten. Und das funktioniert so: Dem Wasser-/Eisspeicher im Garten wird durch Wärmetauscher die Energie entzogen, bis das Wasser zu Eis gefriert. Diese nutzt die Wärmepumpe für Warmwasser und Heizung. Mithilfe der Wärme aus dem Solarkollektor sowie des Erdreichs um den Eisspeicher herum taut das Eis im Tank wieder auf, sodass beim erneuten Gefrieren jeweils die nötige Kristallisationswärme entsteht. Im Sommer können die Rohre der Fußbodenheizung im Haus ganz einfach mit kaltem Wasser durchströmt werden. Das ergibt – im Gegensatz zu einer Klimaanlage – eine sanfte, gesündere und energiesparende Kühle.
Das Haus ist dank seines regenerativen Energiekonzepts, dem Verzicht auf Styropor-Dämmung und dem Einsatz von viel CO2 speicherndem Massivholz nicht nur gesund für seine Bewohner, sondern auch für die Umwelt. Laut Franz Stommel, Gründer und Geschäftsführer des Hausbauunternehmens, kann das Holz „sogar Gerüche beseitigen“, außerdem seien „selbstverständlich alle Holzbauteile innen wie außen ohne jegliche chemische Imprägnierung dauerhaft haltbar“.       

Das meint die Redaktion:

„Der offene Koch-/Ess-/Wohnbereich ist durch Fassadenvorsprünge gegliedert, die offene Mittelachse holt viel Tageslicht ins Haus. Der riesige Hauswirtschafts-/Technikraum macht einen Keller verzichtbar. Eigene Trakte für Eltern und Kind sorgen für ein entspanntes Familienleben – zwei Rückzugsräume, zwei Bäder, zwei Ankleiden!“

 

 

                  Oliver Gerst, stellv. Chefredakteur

Daten und Fakten

ENTWURF:
Haus Silberweide

HERSTELLER:
Stommel Haus
53819 Neunkirchen-Seelscheid
Tel. 02247/9172-30

KONSTRUKTION + TECHNIK:
Diffusionsoffene Holzständerkonstruktion, beidseitig beplankt mit 50 mm Blockbohlen, dazwischen 160 mm Zellulose Dämmstoff mit zusätzlicher, raumseitiger Installationsebene (U-Wert: 0,16 W/m2K), Holzfenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung (U-Wert: 0,6 W/m2K), Satteldach 25 Grad, Kniestock 160 cm, „Eisheizung“ bestehend aus Solarkollektoren auf dem Dach, Eisspeicher im Garten und Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher im Haus, Fußbodenheizung; Primärenergiebedarf: 41,8 kWh/m2a, Heizwärmebedarf: 46,86 kWh/m2a Endenergiebedarf: 12,5 kWh/m2a

ABMESSUNGEN:
11 x 11,20 m + 2,80 x 5,30 m

WOHNFLÄCHEN:
EG 112 m2, OG 80 m2

PREIS DIESES ENTWURFS:
Der Preis für dieses individuelle Kundenhaus muss direkt beim Hersteller erfragt werden

Fotos: Stommel Haus

Grundriss EG
Grundriss OG