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Step by Step zum Niedrigstenergiehaus

07.08.2013

Starline 137 von Bien-Zenker<br />
Angeboten werden die Entwürfe immer als förderfähiges Effizienzhaus (70, 55 und 40 nach KfW) und neuerdings sogar als Plus-Energie-Haus.Mittels der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden die Vorgaben der europäischen Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden umgesetzt und die energetische Qualität anhand des Jahresprimärenergiebedarfes und des Transmissionswärmeverlustes eines Gebäudes gemessen. Für beide Kennzahlen definiert die EnEV Höchstwerte, die ein vergleichbarer Neubau einhalten muss.

Darüber hinaus müssen für Neubauten auch Anforderungen aus dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) eingehalten werden, nach denen der Wärmeenergiebedarf anteilig mit erneuerbaren Energien zu decken ist. Bei Planung und Bau Ihres ganz persönlichen, individuellen Effizienzhauses sollten Sie darum Schritt für Schritt vorgehen und folgende Punkte beachten:

Frühe Planung:
Die Überlegungen zur Planung eines Effizienzhauses beginnen bereits bei der Auswahl des Grundstücks und dem Gebäudeentwurf: Kompakte Gebäudeformen verringern  Wärmeverluste. Sonnenstrahlung heizt das Haus im Winter zwar kostenlos, weshalb große Fensterflächen nach Süden sinnvoll sind. Um den Wärmeeintrag im Sommer aber gering zu halten, dürfen optimal dimensionierte Sonnenschutzvorrichtungen nicht vergessen werden.

Generell berücksichtigt ein günstiges Verhältnis von Fenster- zu Wandanteilen solare Wärmegewinne im Winter und minimale Aufheizung im Sommer gleichermaßen. Tagsüber einfallende Sonnenwärme wird im Inneren des Hauses in passiven Wärmespeichern, wie massiven Böden, Wänden und Decken gesammelt und nachts langsam an die Räume abgegeben. Material, Größe und Anordnung derartiger Speichermassen im Haus sind darum wichtig. Die Dämmhülle eines Effizienzhauses muss hochwertig, homogen und luftdicht sein und darf keine Wärmebrücken aufweisen.

Ein gut gedämmter, kompakter Bau, der dei Wintersonne einfängt aber dessen Fenster im Sommer verschattet sind. Musterhaus "Hameln" von Meisterstück. Moderne Wärmeschutzverglasung für Fenster und Türen gibt es je nach Dämmwirkung in mehreren Qualitäten. Besonders energiesparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen ab als Rahmen aus Metall.

Durch die für die Energieeinsparung notwendige luftdichte Bauweise ist eine kontrollierte Gebäudelüftung unabdingbar, damit gerade Neubauten vollständig trocknen können. Automatische Lüftungsanlagen sorgen für einen geregelten Luftaustausch. Mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, können sie die Wärme der verbrauchten Luft bis zu 90 Prozent zurückgewinnen, was deutlich Heizkosten spart.

Wählen Sie für Ihre Heizung regenerative Energiequellen und eine Anlage, die den Energieträger effizient ausnutzt. Es bieten sich Holz, solare Warmwasserkollektoren für Brauchwasser und Heizungsunterstützung, Nutzung der Erdwärme durch Wärmepumpen, aber auch Biogas oder Bioöl an. Als Basis für die Wärmeerzeugung gibt es effiziente Brennwertheizungen und Mini-Blockheizkraftwerke, die neben Wärme gleichzeitig Strom erzeugen. Welches System das richtige ist, hängt von den vor Ort verfügbaren Energiequellen, dem Wärmebedarf des Hauses und von einem potenziellen Lagerplatz für Brennstoffe vor Ort ab.

Das "174 Effizienzhaus 40" von ELK zeichnet sich durch eine klare, zeitgemäße Architekur aus.Solide Planung:
Der Bau energieeffizienter Immobilien wird mit attraktiven Förderungen durch die KfW unterstützt. Umso mehr, je besser der Effizienzhaus-Standard Ihrer Immobilie ist. Wie aber wird die Effizienz eines Hauses gekennzeichnet?

Alle Angaben beziehen sich auf einen Neubau-Standard, der nach den gesetzlichen Mindestanforderungen gebaut wurde. Dies ist das sogenannte Effizienzhaus 100. Verbraucht ein Gebäude nur 40 Prozent der Energie eines solchen Hauses, dann entspricht es dem Effizienzhaus-Standard 40: Die Energieeffizienz ist also umso besser, je niedriger die Zahl ist.

Beantragen Sie Ihren Förderkredit, bevor Sie mit den Baumaßnahmen beginnen und erstellen Sie sofort nach Abschluss der Bauarbeiten zusammen mit Ihrem Energieberater die sogenannte „Bestätigung nach Durchführung“. Nur so kann die KfW den Tilgungszuschuss Ihrem Darlehenskonto gutschreiben. Beim Kauf eines schlüsselfertigen Hauses erhalten Sie diese Bestätigung über Ihren Bauträger oder Fertighaushersteller. (Autorin: Iris Darstein Ebner)

Informationen zu den unterschiedlichen Förderprogrammen erhalten Sie unter:
www.zukunft-haus.info

www.kfw.de
www.bafa.de

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