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Wohnen und Arbeiten unter einem Dach

15.10.2018

Familienleben und Berufstätigkeit zu vereinbaren, ist oft eine Herausforderung. Beides unter einem Dach zu verbinden auch – Letzteres kann aber viele Vorteile bringen, wenn es gut geplant ist. Ein Paradebeispiel ist dieses Bauprojekt.   

Winkelförmiges Gebäude von Zimmermeisterhaus - Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Foto: Zimmermeisterhaus

Das winkelförmige Gebäude öffnet sich zum Garten. Prägend sind die als Sicht- und Sonnenschutz eingesetzten Wand- und Dachscheiben. Foto: Zimmermeisterhaus

An der Schnittstelle zwischen einem Wohn- und einem Gewerbegebiet gelegen, fungiert das Haus als perfektes Bindeglied. Schließlich stellt der individuelle Entwurf die gelungene Symbiose eines gewerblichen Gebäudeteils mit Versicherungsmaklerbüro im Erdgeschoss und einem Wohnhaus im Obergeschoss dar. Energetisch gesehen ist das Haus dank seiner rund 250 Quadratmeter großen Photovoltaikelemente im Bereich eines förderfähigen Effizienzhauses 40 Plus. Trotz des hohen Energieverbrauchs im Gewerbeteil, der unter anderem auf eine Vollklimatisierung der Büroräume zurückzuführen ist, ist man damit nahe an einem Null- oder Plus-Energie-Haus: Etwa 70 Prozent des Eigenbedarfs werden durch die PV-Gewinne abgedeckt, die teilweise in einer Hausbatterie zwischengespeichert werden. Im bewohnten Obergeschoss erfolgt die Beheizung ebenfalls über Klimageräte, die allerdings nur der Grundbeheizung dienen. Darüberhinaus sind Infrarotheizflächen installiert, die zeit- und nutzungsabhängig für höhere Temperaturen sorgen können.

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Wohnen auf einer Ebene mit Weitblick

Das Konzept „Wohnen und Arbeiten“ schlägt sich auch in der Erschließung und in den Fassaden des Hauses nieder: auf der einen Hausseite die Anmutung eines Firmengebäudes, die in Richtung Wohngebiet einen klaren Wechsel in der Bebauung signalisiert, auf der anderen die transparente Fassade eines Wohnhauses, das sich zum Garten öffnet. Davon profitieren sowohl die Büros mit Ausblick ins Grüne und Mitarbeiter-Terrasse im geschützten Winkel, als auch die vierköpfige Familie, die oben das Wohnen auf einer Ebene mit Weitblick genießt. Ein Durchgang vom Bürobereich ins private Treppenhaus ermöglicht den Bauherren den schnellen Wechsel zwischen Arbeits- und Wohnbereich. Lässt man die geradläufige Treppe ins Obergeschoss außer Acht, die sich problemlos mit einem Treppenlift nachrüsten ließe, sind auch die Wohnräume der vierköpfigen Familie barrierefrei.

Der Wohnungsgrundriss selbst wirkt wie ein großzügiger Winkelbungalow mit klarer Zonierung, bei der das Treppenhaus als Puffer zwischen Wohn- und Individualräumen fungiert. Alle Räume haben direkten Zugang zum Außenbereich, in diesem Fall zur großzügig geschnittenen Dachterrasse, die der Familie in der Regel als Freisitz genügen dürfte. Zu ihren Spielbereichen im Garten gelangen die Kinder auf kurzen Wegen über eine Außentreppe. Auf der Gartenseite bietet der Wohnbereich Ausblicke in die Grünflächen und fängt die Morgensonne ein, eine große Glasschiebetür am hinteren Ende öffnet sich zum großen Freisitz im Süden, wo eine üppige Trogbepflanzung die Bewohner vor Einblicken aus dem Gewerbegebiet schützt.

Viel Platz zum Wohnen für eine vierköpfige Familie

In Richtung Straße gibt sich das Obergeschoss verschlossen, Funktionsräume mit kleinen Fenstern oder liegenden Lichtbändern sind den Wohnräumen als Schall- und Wärmepuffer vorgelagert.

Viel Platz im Badezimmer. Foto: Zimmermeisterhaus

Das geräumige Elternbad liegt wie die anderen Nebenräume zur Straße und wird deshalb über hoch liegende Fensterbänder belichtet. Foto: Zimmermeisterhaus

Für eine gute Schalltrennung zum Erdgeschoss sorgt eine massive Holz-Beton-Verbunddecke. Die Individualräume bieten reichlich Platz zum Wohnen für die vierköpfige Familie: Zwei knapp 17 Quadratmeter große Kinderzimmer mit eigenem Bad und ein großzügiger Elternschlaftrakt stehen ihr hier zur Verfügung. Ein Gästezimmer mit Dusch-WC, ein Hauswirtschaftsraum und eine Speisekammer runden das Raumprogramm ab.   

(aus der Zeitschrift Effizienzhäuser 8/9-2018)

Daten & Fakten

Entwurf: Haus Appel
Hersteller: Zimmermeisterhaus
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Planung: Schraut Rentschler Architekten, www.sr-mainz.de
Ausführung: Holzbau Kappler, www.holzbau-kappler.de
Endenergie: 10,6 kWh/m2a, Effizienzhaus 40 Plus
Konstruktion: Holzverbundkonstruktion mit HPL-Fassadenplatten (U-Wert: 0,19 W/m2K), Flachdach, (U-Wert: 0,13 W/m2K), zwei Vollgeschosse, Holz-Alu-Fenster mit Dreischeiben-Wärmeschutz-Verglasung 
(Ug-Wert 0,5 W/m2K)
Technik: Luft-Luft-Wärmepumpe (Lüftungsheizung mit Klimatisierung) und Infrarot-Heizflächen, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlage mit circa 25 kWp-Leistung, Hausbatterie 14,8 kWh
Abmessungen: 28,70 x 21,09 m   
Wohnfläche: EG 288,5 m2    
OG 231 m2
Preis dieses Entwurfs: Schlüsselfertig 1 200 000 Euro, inklusive Bodenplatte

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