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Wohngesundes Effizienzhaus von Schwörer Haus

05.06.2018

Das erste „Healthy Home” von Schwörer Haus wurde in Mühlacker errichtet. Schwörer Haus zeigt wie ein ökologisches, energieeffizientes und wohngesundes Zuhause heute aussehen kann.

Schwörer Haus Healthy Home Weimper

Foto: Schwörer

Das Wohnhaus wurde streng nach den Wünschen der Bauherren realisiert. Der Baufachjournalist hat für das Projekt viele innovative Einzelprodukte zu einem energieeffizienten, wohngesunden Gesamtensemble addiert.

Verwendetes Bauholz ohne Chemie

Eine wichtige Voraussetzung für gesundes Wohnen ist die Vermeidung von Schadstoffen beim Haus- und Innenausbau. So wird bei Schwörer Haus schon das verwendete Bauholz im firmeneigenen Sägewerk hergestellt und ohne chemischen Holzschutz verbaut. Beispiele für wohngesunde Bau- und Ausbaumaterialien sind die Holzwerkstoffplatten „Living Board“ und der Parkettboden. Alle für die Innenraumluft relevanten Materialien sind schadstoffgeprüft. Eine gesunde Raumluftqualität konnten denn auch mehrere Raumluftmessungen nach wissenschaftlichen Kriterien des Freiburger Sentinel Haus Instituts in Kooperation mit dem TÜV Rheinland bestätigen. Der Bauherrschaft wurde eine entsprechende Prüfbescheinigung mit Kontrollnummer überreicht.

Schwörer Haus Weimper Wohnbereich

Freundlich und hell präsentiert sich der Wohnbereich im Erdgeschoss. Die bodentiefen Fenster ermöglichen einen freien Blick in die Umgebung. Foto: Schwörer

Als Grundlage für die Prüfung dienen international anerkannte Vorsorgewerte unter anderem des Umweltbundesamts und der Weltgesundheitsorganisation für Schadstoffe in Gebäuden. Für Formaldehyd zum Beispiel liegen die angesetzten Grenzwerte der Sentinel/TÜV-Prüfbescheinigung nochmals 40 Prozent niedriger. In einem groß angelegten Praxistest wurden so bereits 650 Kundenhäuser von Schwörer gemessen! Für den notwendigen geregelten Luftaustausch auch ohne Fensterlüften von Hand sorgt im „Healthy Home“ übrigens eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Pollenfilter, Wärmerückgewinnung und Ankühleffekt im Sommer.

Schlichte Hausform, durchdachte Technik

Bei der Architektur fällt als erstes die reduzierte Formensprache ohne Dachüberstände, Erker oder Gauben ins Auge. Die klare Gebäudekubatur soll auf die „Urform des Hauses“ verweisen, das in leichter Hanglage auf einem Betonfertigkeller als Gartengeschoss mit Wohnraum steht. 

Ein architektonisches Highlight ist das neuartige Multifunktionsdach mit integrierten Dachflächenfenstern und planeben eingebauter Photovoltaikanlage. Die Komponenten wurden in den Abmessungen so aufeinander abgestimmt, dass sie kombinierbar sind.

Schwörer Haus Weimper Küche

Die Küche mit Zugang auf den vorgesetzten Holzbalkon als „Hauptterrasse” ist wahlweise offen oder via Glasschiebetüren auch abgetrennt vom Wohnbereich nutzbar. Foto: Schwörer

Die Photovoltaik-Module (Braas) liefern ökologisch sauberen Solarstrom für Haushaltsgeräte, Beleuchtung und eine solegeführte Luft-Wasser-Wärmepumpe (Vaillant), welche die Fußbodenheizung versorgt. Überschüssiger Strom wird in den Batteriespeicher eingespeist, der die Energieströme und den Verbrauch durch ein aktives Energiemanagement optimiert. Dabei berücksichtigt er das Nutzerverhalten und die aktuellen Wetterdaten. Erst wenn alle Stromverbraucher im Haus mit Eigenstrom versorgt sind, die Waschmaschine im geeigneten Augenblick per Funksteckdose zugeschaltet sowie das E-Mobil geladen und der Solarstromspeicher voll ist, wird überschüssiger Strom gegen Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist. Ziel ist es, den Eigenstromverbrauch im Effizienzhaus 55 auf bis zu 85 Prozent zu erhöhen.

Solardachfenster mit Raffinessen

Die 21 energieautark betriebenen Solardachfenster (Velux) bringen viel Tageslicht in alle Zimmer und insbesondere auch auf die große, multifunktional nutzbare Galerie. Für die Verschattung auf der Südseite sorgt eine elektrochrome Verglasung, die auf Knopfdruck abdunkelt, damit das Raumklima auch bei starker Sonneneinstrahlung angenehm bleibt. Der Vorteil: man kann dennoch rausschauen. Die Dachfenster der Schlafräume sind zusätzlich mit motorisierten Rollläden versehen, damit man sie für einen gesunden Schlaf komplett verdunkeln kann.

Schwörer Haus Weimper Dachfenster

Die große Galerie ist Aufenthaltsort mit Bibliothek und Sofaecke unter der verglasten Dachschräge, die dank elektrochromer Abdunkelungsmöglichkeit den Raum auch bei starker Sonneneinstrahlung noch angenehm bewohnbar macht. Foto: Schwörer

Das Smarthome-System TaHoma (Somfy) bietet Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit. Es steuert neben den Dachfenstern auch sämtliche Behänge im Erdgeschoss zeit- und sensorbasiert und ermöglicht individuelle Wohlfühlszenarien. Außerdem dabei: Außenbewegungsmelder, Öffnungsmelder an den Fenstern und eine Video-Türsprechanlage.

(aus der Zeitschrift Effizienzhäuser 6/7-2018)

Daten & Fakten

Entwurf:

Kundenhaus Healthy Home

 

Hersteller:

Schwörer Haus

72531 Hohenstein-Oberstetten

Tel. 07387/16-0

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Energiebedarf:

Primärenergie: 18 kWh/m2a

Endenergie: 10 kWh/m2a

Effizienzhaus 55

 

Konstruktion:

Holzverbundkonstruktion mit Putzfassade (U-Wert 0,151 W/m2K), Satteldach 40 Grad (U-Wert 0,146 W/m2K), Kniestock 75 cm, Fenster mit Dreifach-Verglasung  (Ug-Wert: 0,6 W/m2K)

 

Technik:

Solegeführte Luft-Wasser-Wärmepumpe (Vaillant), Fußbodenheizung, Automatische Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik-Indachsystem (Braas PV Indax), Batteriespeicher, Hausautomation (Somfy)

 

Abmessungen:

11,77 x 10,35 m

 

Wohnfläche:

EG 96,5 m2, OG 81,5 m2

 

Preis dieses Entwurfs:

Grundpreis schlüsselfertig ab Oberkante Kellerdecke inklusive zehn elektrischen Dachfenstern 379.000 Euro (November 2017)

Bereich: 
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