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Fertighaus-Firmenauswahl

Ein Bund fürs ganze Leben

Schöne Fertighäuser können viele bauen. Doch sind sie auch gut? Und wie seriös ist die Firma, die dahinter steht? Hier einige Tipps , wie man darauf Antworten findet.
Die Suche nach dem richtigen Partner ist bei Eheschließung und Hausbau gleichermaßen langwierig und nervenaufreibend. (Foto: Kinowelt)
Fragen Sie also zunächst doch einfach mal im Verwandten- und Bekanntenkreis nach, was man so über die Firma spricht. Auf diese Weise kann man doch schon einiges erfahren. Natürlich sollte man einzelne Aussagen nicht ungeprüft lassen. Doch erste Fingerzeige können das schon sein.

Konkreteres von Dritten kann man über eine Auskunftei erfahren. Sofern es sich bei der Firma um eine GmbH handelt, lässt sich übers zuständige Amtsgericht auch das Handelsregister "befragen". Man muss dafür ein "berechtigtes Interesse" nachweisen. Weitere Informationen gibt´s auch bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Und schließlich kann man versuchen, eine Auskunft von der "Hausbank" des Unternehmens zu bekommen. Sofern dem Kreditinstitut keine anders lautende Weisung der Firma vorliegt, darf sie Angaben zu deren wirtschaftlichen Verhältnissen geben - ohne allerdings Zahlen zu nennen. Aus all diesen Informationen ergibt sich sicherlich ein recht aussagefähiges Gesamtbild über den Hausanbieter.

Fragen, fragen und nochmals fragen.
Ansonsten erkundigt sich eine Baufamilie am besten direkt bei der Firma oder bei einem ihrer Bauberater. Dabei sind einige Fragen zu stellen. Ein wichtiger Punkt dabei sind die Pflichten der Bauherrschaft, die unter Umständen nicht, nur teilweise oder lediglich im Kleingedruckten näher beschrieben sind.

Von großer Aussagekraft sind natürlich die Produkte, sprich Häuser selbst. Fertighausfirmen demonstrieren ihr Können in Form von gebauten Musterhäusern. Besuchen Sie möglichst viele! Auf diese Weise bekommen sie nämlich einen plastischen Eindruck von der baulichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Des Weiteren sind Referenzhäuser sehr interessant. Lassen Sie sich einige Adressen geben. Denn große und auch kleine Zweifel kann man bei der Besichtigung von Referenzobjekten und dem Gespräch mit deren Besitzern unter Umständen schnell ausräumen - oder auch bestätigen. Dabei ist es sinnvoll, laufende Bauvorhaben zu besuchen, um wirklich live zu erleben, wie das beim konkreten Unternehmen so abgeht. Auch ist nach Häusern zu fragen, die bereits ein paar Jahre stehen. Zwar offenbaren sich die meisten Baumängel in den ersten zwei Jahren, doch mancher Schaden mag erst später zu Tage treten.

Dann sollte man sich auch anschauen, wie die Häuser entstehen. Dazu kann man die Werkshallen der Firma unter die Lupe nehmen. Hier bekommt man einen ausgezeichneten Eindruck von den verwendeten Baustoffen und Materialien, und man sieht, in welcher Qualität das Haus in der Praxis vorgefertigt wird.

Beim Firmenbesuch empfiehlt sich auch gleich ein Besuch im Bemusterungs- oder Ausstattungszentrum. Dort sieht der potentielle Kunde mehr als im Musterhaus, weil die Firmen normalerweise die Ausstattungsgegenstände "im Standard" sowie in der ganzen Aufpreis-Palette zeigen.

Einen guten Hinweis auf die Seriosität des Hausherstellers gibt auch dessen Stellung in der Branche. Will heißen: Ist der Hersteller Mitglied in einem der großen Fertigbau-Verbände? Es gibt den Deutschen Fertigbauverband in Stuttgart und der Bundesverband Deutscher Fertigbau in Bad Honnef sowie den Deutschen Massivholz- und Blockhausverband in München. Dort kann man Mitgliederlisten erhalten - und Nichtmitglieder fragen, warum sie keinem Verband oder keiner offiziell anerkannten Gütegemeinschaft angehören.

 

Seriöse Fertighaus-Firmen lassen sich gerne in die Karten sehen, sprich in die Fertigungshallen, wo hochmoderne Anlagen aber auch Fachleute am Werk sind.

Verträge in Ruhe durchlesen
Was man nun tatsächlich erwarten kann und was genau ein Hersteller zu bieten hat, entnimmt man dem Werkvertrag zum Hausbau und der dazu gehörigen Bau- und Leistungsbeschreibung. Diese muss sehr detailliert sein und das komplette Bauwerk einschließlich der Ausstattung beschreiben. Also mit konkreten Angaben zu den einzelnen Baustoffen und Materialien. Beide entscheidende Unterlagen sollte man sich lange vor Vertragsunterzeichnung zur Prüfung aushändigen lassen.

Rund um den Hausbau bleibt auch beim Fertighaus noch manches an der Baufamilie hängen. Der Hausanbieter sollte diese Aufgaben einzeln und samt einer genauen Terminvorgabe auflisten. Das gibt beiden Seiten die Sicherheit, dass nichts vergessen wird!

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